DGWF

Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche
Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF)

vormals: Arbeitskreis Universitäre Erwachsenenbildung (AUE)

     
 
     

Ausschreibung für Programmbeiträge (Call for Papers)


Die DGWF veranstaltet ihre Jahrestagung 2008 vom 17. bis 19. September 2008 an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema:


Strukturwandel der Arbeit – Zukunft der wissenschaftlichen Weiterbildung


Je schneller und grundlegender sich die Arbeit ändert, desto mehr sind Bildung und Weiterbil­dung gefordert, diesen Wandel vorzubereiten und zu begleiten.
Der strukturelle Wandel der Arbeitsgesellschaft vollzieht sich gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen, die zudem eng ineinander greifen. Zu nennen sind gravierende Veränderungen, die mit dem Begriff der Globalisierung benannt werden; Veränderungen auf der Ebene der Wirtschaft­sektoren, und hier vor allem der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensge­sellschaft; die Durchdringung aller Bereiche mit Informations- und Kommunikationstechnolo­gien; Veränderungen auf der Ebene der Unternehmen, womit insbesondere die zunehmende Fle­xibilisierung von Organisationsformen gemeint ist sowie Veränderungen auf der Ebene indi­vidu­eller Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse, allen voran die Erosion des Normalarbeits­verhält­nisses und die wachsende Bedeutung von Formen der Teilzeitbeschäftigung und der Frei­beruf­lichkeit. Teilweise verstärkt werden diese Entwicklungen noch durch Aspekte des demo­graphi­schen Wandels.
Aufgrund der engen Wechselwirkung zwischen der Entwicklung des Bildungs- und Ausbil­dungssystems und den Veränderungen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen sind Bildung und Lernen sowohl Ergebnis und Folge als auch unverzichtbare Voraussetzungen gesellschaftlicher Gestaltungsprozesse.
Anknüpfungspunkte ergeben sich hierbei für die berufsbezogene wissenschaftliche Weiter­bildung ebenso wie für die allgemeine wissen­schaftliche Weiterbildung und dies über alle Alterstufen und Lebensphasen.

Aus diesen Feldern sind Beiträge erwünscht, die sich mindestens einem der folgenden Themen­schwerpunkte zuordnen lassen:

  • Von der Industriearbeit zur Wissensökonomie

Führt der Strukturwandel der Arbeit zu neuen Inhalten, Vermittlungsformen und Ziel­gruppen der wissenschaftlichen Weiterbildung? Wie kann wissenschaftliche Weiterbil­dung nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv oder prospektiv mit dem Strukturwandel der Arbeit umgehen? Welches Wissen und welche Art von Wissen und Kompetenzen werden im jeweiligen Handlungshorizont notwendig?

  • Globalisierung der Wirtschaft - Globalisierung der Bildung?

Berücksichtigt die „Europäisierung der wissenschaftlichen Weiterbildung“ den Struk­tur­wandel der Arbeit? Wo liegen Möglichkeiten und Chancen der wissenschaftlichen Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung von Regionalität und demografischer Entwicklung? Wie weit ist wissenschaftliche Weiterbildung vor diesem Hintergrund „internationalisierbar“?

  • Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und Bildungssystem

Kann die wissenschaftliche Weiterbildung sich zu einem Instrument entwickeln, um die bessere Passung zwischen (Aus-) Bildungssystem und Beschäftigungssystem zu sichern? Welche „persönlichen Kosten“ (Chancen und Risiken) beinhalten Individualisierung und Biographisierung von Arbeit und Bildung? Welchen spezifischen Beitrag leisten die Hochschulen für ein System lebenslangen Lernens?

  • „Örtlichkeit“ und „Regionalität“ von Arbeit und Bildung

Mit welchen Angebotsformaten, Themen, Inhalten und Kooperationsformen reagiert die wissenschaftliche Weiterbildung auf die Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse? Welche Formen der Verortung und der regionalen Verankerung bieten sich an?

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu einem der oben genannten Themen. Gewünscht werden Referate im Umfang von max. 20 Minuten und/oder Posterpräsentationen, die innovative Ansätze, Forschungsergebnisse, modellhafte Vorhaben (auch im Planungsstadium) oder reflek­tierte Praxis widerspiegeln. Gleichzeitig muss gewähr­leistet sein, dass die Beiträge einen deutli­chen und unmittelbar einsichtigen Bezug zum Tagungsthema haben.


Anmeldeschluss ist der 14. April 2008.


Ein Netzformular zur Einsendung Ihrer Bewerbung finden Sie hier!
Andere Formen der Einreichung bedürfen der Rücksprache. Der Text Ihrer Bewerbung sollte den Umfang von 500 Wörtern nicht übersteigen.
Über die Aufnahme der Beiträge entscheidet die Programmkommission bis Mitte Mai 2008. Alle angenommenen Beiträge werden in Kurzfassung den Tagungsunterlagen beigefügt. Die Refe­rentinnen und Referenten müssen deshalb gewährleisten können, dass eine Kurzfassung (abstract) ihres Beitrages im Umfang von zwei Seiten bis sechs Wochen vor Tagungsbeginn vorliegt. Darüber hinaus ist beabsichtigt, einen Tagungsband herauszugeben. Termin für Abgabe der ausgearbeiteten Fassung der Beiträge ist der 31. Oktober 2008.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Martin Beyersdorf

Bernhard Christmann

Tagungskoordinator des Vorstandes

m.beyersdorf@dgwf.net

Tel.: +49 (0)511-7624745

 

Tagungskoordinator der Hochschule

bernhard.christmann@rub.de

Tel.: +49 (0)234-3226028

(Druckversion)


Reisestipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler

Zur Förderung der Teilnahme von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern lobt die DGWF wiederum 3 Reisestipendien im Umfang von je € 250 aus. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier!

 

 

  Seitenanfang
Ausschreibung für Programmbeiträge|